Möllenhagen - ein Dorf zwischen Industrie und Landwirtschaft
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Mecklenburg:
„Während der Völkerwanderung von slawischen Stämmen besiedelt, die im 12. Jahrhundert vom deutschen Feudaladel gewaltsam unterworfen und verdrängt wurden. Seit dein 16. Jahrhundert Verbreitungsgebiet der zweiten Leibeigenschaft. 1549 Einführung der Reformation, 1621 Teilung in Mecklenburg-Güstrow (seit 1701 Mecklenburg-Strelitz) und Mecklenburg-Schwerin; beide Mecklenburg 1815 Großherzogtümer, 1919 Freistaaten; 1934 zum Land Mecklenburg vereinigt. 1945 Anschluß von Vorpommern und Rügen. Nach 1945 Versuch der Entwicklung zu einem Industrie- und Agrargebiet." So könnten wir heute über die Geschichte Mecklenburgs nachdenken.

Was finden wir über den Mecklenburger geschrieben:
Nach Karl Julius Weber ist es ein schöner, starker Menschenschlag, die Sprache ist Platt. „Verdammt phlegmatisch, langsam, kalt und schwerfällig, wie es bei diesem Klima. der groben Nahrung und der Pest der Gesellschaft, den Folgen der Leibeigenschaft, kaum anders zu erwarten ist." - So 1828 niedergeschrieben.

Johann Stephan Schütze schrieb 1812: „Die Mecklenburger sind im Ganzen und dem Anschein noch ein kernfestes und gediegenes Volk."

Die Mecklenburger -- am besten geht man wohl zu ihnen, schaut sich um und hört ihnen zu.

Sehen wir uns im 625jährigen Möllenhagen an, wie man sich verändert, uni dennoch der zu bleiben, der man ist.

Das Gebiet um Möllenhagen ist durch eine abwechslungsreiche und interessante Landschaft charakterisiert. Relativ
 
  geringer Baumbestand gestattet von vielen Standpunkten aus einen weiten Blick in das offene Gelände. Bergkuppen wechseln rasch mit Senken und Niederungen, die teilweise kleine Seen bilden.

Möllenhagen, ursprünglich wohl Oldenhagen, ab dein 16. Jahrhundert Mölenhagen genannt, wird erstmals am 23. März 1365 in einer Urkunde genannt. Wenn hier auch der Ortsname „Oldenhagen" verwendet wird, so identifiziert das Orts- und Personen-Register des mecklenburgischen Urkundenbuches dieses Oldenhagen mit dem Dorf Möllenhagen. Der Zusammenhang von Dingen und Personen hierbei und die Unmöglichkeit, ein besonderes Kirchdorf Oldenhagen irgendwo aufzufinden, machen diese Identifizierung wahrscheinlich.

Anfang des 14. Jahrhunderts wird in verschiedenen Teilen Mecklenburgs die Familie Holstein mit festen Güterbesitzen erwähnt. Von dieser Familie, die im 16. Jahrhundert auch in Möllenhagen erste Ritterbesitze bildete, übernahm Möllenhagen auch das Wappen des Ortes: einen geteilten Schild, in dessen rechter Hälfte ein Flügel, in der linken eine ganze und eine halbe Rose stehen. Der Helm träg: einen Stierkopf, zwischen dessen Hörnern der Flügel aus dem Schild steht. Dein Gutsbesitzer Jacob Ernst Holstein wird u. a. 1717 auch das Recht zum Betreiben einer Glashütte erteilt.

Dieser Familienbesitz der Holstein in Möllenhagen unterlag einem ständigen Besitzerwechsel, wobei Mitglieder der Familie Holstein -- die 1734 von Mecklenburg nach Dänemark aussiedeln -- sowie Pfandbesitzer und Pächter als Gutsherrn auftraten, wie z. B. 1730 ein Hans von Schulz von Pieverstorf.
1734 geht das Gut in den Besitz der Familie des Generals Le Fort über, die auch Eigentümer der Güter Klockow, Bocksee und Rethwisch wird. Im Besitz dieser Familie Le Fort bleibt Möllenhagen bis 1831. Der vormalige Rittergutsbesitzer Baron Louis Le Fort war am B. Oktober im Alter von 72 Jahren verstorben. Er gehörte zur deutschen Seiten-
 


 
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