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Der Möllenhagener Burgwall gehörte zu den am
besten erhaltenen Anlagen dieser Art aus slawischer Zeit im Bezirk
Neubrandenburg. Die slawische Besiedlung um Möllenhagen setzte sich aber
wohl nach dem „Wendenkreuzzug" von
Markgraf Albrecht der Bär im Jahr 1147 und der Eroberung des Landes
durch Heinrich den Löwen von 1160 bis 1167 durch die fast restlose
Dezimierung der slawischen Siedler in unserem Gebiet, nicht mehr fort.
Das Land verödete und bewuchs mit dichten Wäldern.
Erst als dann im 13. und 14. Jahrhundert Siedler aus den westlichen
Gebieten in das Land geholt wurden, begann die endgültige Besiedlung
unseres Landes.
Diese Einwanderer rodeten den Wald und legten hier ihre Dörfer und
Felder an. Auf die deutsche Rodungssiedlung deutet vor allem die Endung
des Ortsnamen „-hagen" hin, während slawische Siedlungen zumeist mit den
Buchstaben „-ow", „-itz" usw. enden. Aus der Einwanderungszeit der
deutschen Siedler wurden in Möllenhagen mehrere gegenständliche Funde belegt. Die wichtigste Stelle ist dabei wohl der Platz
östlich des Dorfes, der durch die Bahnstrecke von der Lauenburger Wiese
abgetrennt wird. Hier wurden größere Mengen Scherben aus dem 14.
Jahrhundert geborgen, die belegen, daß hier eine mittelalterliche
Töpferei bestand, denn bei diesen Funden handelt es sich um typische
Töpfereiabfälle mit Hinweisen auf Fehlbrände, also Ausschuß, In dieser
einfachen Produktionsweise in liegenden Zweikammeröfen können wir sicher
auch die Wurzel der heutigen Ziegelproduktion von Möllenhagen suchen,
denn das damals verarbeitete Grundmaterial war das gleiche wie das
heutige. Mit den Funden des 14. Jahrhunderts ist die Zeit der
Dorferwähnung, der schriftlichen Überlieferung zur Ortsgeschichte,
erreicht.
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